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BGH erfreut Vermieter: Sie dürfen die Kaution jetzt auch für bestrittene Forderungen nutzen.

Am Ende des Mietverhältnisses dürfen Sie sich zur Begleichung offener Ansprüche aus der Mietkaution bedienen. Das gilt auch dann, wenn ihre Forderungen vom Mieter bestritten werden. Eine Klage können Sie sich dadurch sparen ( BGH, Urteil v. 28.10.20, Az. VIII ZR 230/19 und vom 24.07.19, Az VIII ZR 141/17).

Als Vermieter und Verwalter sind Sie gut beraten, in jedem Mietverhältnis eine Mietkaution zu vereinbaren, und zwar in der maximalen Höhe von 3 Monatsnettomieten. Das ist Ihre gutes Recht ( § 551 BGB ). Bedenken Sie: Ihre Forderungen bei Mietende können hoch sein. Bei Schadenersatzansprüchen und Mietrückständen ist der Betrag von 3 Nettomieten schnell erreicht. Eine Klage ist nicht notwendig. Haben Sie vom Mieter eine Mietkaution erhalten, prüfen Sie bei Mietende, ob noch Zahlungsrückstände oder Schadenersatzforderungen gegen Ihren Mieter bestehen. Teilen Sie dem Mieter innerhalb 6 Monaten nach Wohnungsrückgabe mit, welche Ansprüche Sie noch in welcher Höhe gegen ihn haben. Das ist wichtig bei Schadenersatzansprüchen, da diese nach 6 Monaten verjährt sind ( § 548 Abs. 1 BGB. (Auszug: VermieterRecht aktuell Nr. 01 Januar 2021 Seite 1 )