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Betriebskosten: Besser nicht zusammen abrechnen.

Für viele Vermieter und Verwalter rückt die Betriebskostenabrechnung näher. Dabei ist es immer gut, sich Arbeit zu ersparen. Manche Arbeitserleichterung rächt sich aber bitter. 

Eine Möglichkeit der Arbeitserleichterung besteht darin, bestimmte Kosten zusammen zu fassen. Und tatsächlich, der BGH erlaubt es, dass die folgenden Kosten in einer Summe abgerechnet werden:

die Kosten der Sach- und Haftpflichtversicherungen (Urteil v. 16.09.09, Az. VIII ZR 346/08).

die Kosten für Schmutz- und Frischwasser dürfen zu einer Kostenposition zusammengezogen werden, wenn die Umlage dieser Kosten einheitlich nach dem Verbrauch vorgenommen wird, der durch einen Zähler erfasst wurde (Urteil v. 15.07.09, Az. VIII ZR 340/08).

           So weit so gut. Nur  verführt dies dazu, andere Kosten zusammen abzurechnen. So etwa die Kosten für:

„Wasserversorgung“ und „Strom“

„Straßenreinigung“, „Müllbeseitigung“ und „Schornsteinreinigung“

„Hausmeister/Gebäudereinigung“

„Hausmeister/Gebäudereinigung/Gartenpflege“

„Grundsteuer“ und „Straßenreinigung“

Dies  aber ist ein folgenschwerer Fehler: Weil diese Kostenarten nicht gleichartig sind, ist die Abrechnung insoweit nicht formell ordnungsgemäß. Folge: Die hierauf bezogenen unzulässig vermischten Kosten braucht der Mieter nicht zu bezahlen (BGH, Beschluss v. 24.01.17, Az. VIII ZR 285/15). Diese bitere Erfahrung mussten schon viele Vermieter machen – machen Sie es besser.      

Vermieter Recht: Oktober 2019